Lektion 38 oder Das Prinzip der Willkür

„Da! Das ist der Baum!“

„Hihihi. Nein das ist er nicht“, kicherte N-Un belustigt.

„Ich bin eine Briske“, lamentierte der erwähnte Baum – beziehungsweise die Briske – in brummiger Tonlage.

„Unsinn!“, bellte Ob-Gleich höchst frustriert. „Du weißt doch gar nicht, wo die Briske ist, zu der wir müssen.“

„Dann ist es der Baum da!“, rief ich in echter Überzeugung.

„Ich bin auch eine Briske“, beschwerte sich der kleine schwarz belaubte Briskenbaum.

„Ghihihihihi“, kicherten N-Un und Wen-N.

„Nein, schaut mal, es muss dieser sein ...“

„Du sollst aufhören, auf die Bäume hier zu zeigen“, blaffte Ob-Gleich ungehalten. Offenbar hatte es einen ausgesprochen dünnen Geduldsfaden.

„WIR SIND KEINE BÄUME SONDERN BRISKEN!“, erwiderte der kleinwüchsige Wald im Chor, dass mir regelrecht die Ohren dröhnten. Und allem Anschein nach dröhnten diese nicht nur mir – natürlich vorausgesetzt, dass Spaltlichter so etwas wie Ohren hatten.

„Siehst du, wohin dein vorlautes Geplapper führt?“, regte sich Ob-Gleich auf und nahm eine hektisch pulsierende Färbung an. „Mach das noch einmal und ich schicke dich durch die nächstbeste Briske, die versehentlich unsern Weg kreuzt. Mir doch gleich, wo auch immer du dann landest und ob es da solide ist.“

„Was aber können wir Brisken dafür ...?“, wandte eines der baumartigen Gewächse betroffen ein.

„Außerdem darfst du das gar nicht“, widersprach N-Un hingegen frech. „A-Ber und Un-D haben sich da ziemlich deutlich ausgedrückt. Ghihihi.“

Ob-Gleich schnaubte verdrossen. „Warum hab ich nur ...“, brummelte es. „Ich hätte diese Zusammenkunft zwischen euch beiden niemals begünstigen dürfen. Das hat man nun von seiner Neugier ...“ Es wandte sich an mich. „Ich will gar nicht wissen, welchen Pakt du, A-Ber und Un-D unter einander beschlossen habt. Doch ich bin mir sehr sicher, dass sie schon noch sehen werden, was sie davon haben.“

„Was ist ein Pakt“, fragte ich, zum einen weil ich es wirklich nicht wusste, zum anderen weil ich mich nicht wieder danach erkundigen wollte, ob der Baum – äh, ich meine natürlich die Briske – vor uns endlich das Ziel unserer Wanderung war. Denn dieser unscharf vor sich hin flimmernde Baum – nein, die Briske – kam mir nun wirklich verdächtig bekannt vor.

„Ein Pakt ist so etwas wie diese Vereinbarung, die du, A-Ber und Un-D ohne unser aller Beisein getroffen habt“, knurrte Ob-Gleich.

„Ach, so etwas ist das!“, begriff ich.

„Worum ging es eigentlich dabei?“, fragte das Spaltlicht plötzlich unauffällig beiläufig. Doch N-Un kam meiner Antwort rasch zuvor.

„Antworte nicht darauf, Tyrrin“, sagte es, „A-Ber und Un-D haben uns nicht ohne Grund vor eurer Unterhaltung den Platz räumen lassen. Hätten sie gewollt, dass Ob-Gleich oder Wen-N oder ich davon in Kenntnis gesetzt werden sollen, wären wir bei euch geblieben.“

„Hmpf“, zischte Ob-Gleich, „Immerhin weiß ich jetzt, warum sie wollten, dass du uns begleitest, Nu-N. – Als ob du mir dabei hättest helfen können, den rechten Weg zur rechten Briske zurück zu finden.“

„Ich sagte ja.“ Nu-N hätte bestätigend genickt – wenn es sichtbar gewesen wäre und sichtbar hätte nicken können. „Sie haben ihre Gründe. – Nun, obwohl ich offiziell eigentlich weder wegen dir, Ob-Gleich, noch wegen Tyrrin hier bin. Ich sorge nur für die regularienkonforme Durchsetzung unseres Gemeinschaftsbeschlusses, welcher allein Wen-Ns Abreise betrifft.“

„Du meinst seine Verbannung“, korrigierte Ob-Gleich.

Ich vernahm wie Wen-N schwermütig seufzte. Im Unterschied zu den anderen beiden war es aufgrund seiner nachvollziehbaren Umrisse unentwegt sichtbar und trottete nur wenige Schritte hinter mir her.

„Dann tu auch gefälligst, wie dir aufgetragen wurde und verbanne es endlich“, drängte Ob-Gleich.

„Öhm ...“, überlegte N-Un amüsiert und ohne Frage absichtlich verzögernd. „Nein. Ich denke, noch mache ich das nicht. Ghihihi. Wir werden euch beide noch ein gutes Stück begleiten. Ja, das werden wir. Nicht wahr, Wen-N?“

„Ah ... bestimmt ...“, wisperte Wen-N.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Un-D und A-Ber ...“, wandte Ob-Gleich ein.

„Ein Glück, ich bin nicht du“, fiepste N-Un, „Nicht wahr, Tyrrin?“

„Erm ... äh ... ich denke schon?“, meinte ich – in Anbetracht dieser Feststellung – zögernd. Je mehr Zeit ich mit den Spaltlichtern verbrachte, desto weniger verstand ich sie. Jedenfalls kam es mir so vor. Und wenn ich an diese eigenartige Unterhaltung zwischen mir, Un-D und A-Ber zurück dachte ...


„Es tut mit leid“, hatte Un-D gesagt, nachdem es und A-Ber die anderen ihrer neugierigen Artgenossen von der Lichtung und nach Hause – sprich in diesen eigentümlich gebauten Bücherturm, der wohl doch gar keiner war – geschickt hatten. „Unsere Regularien sehen vor, dass wir den unmittelbaren Kontakt zu jenen Weltenfremden unterbinden, die an einem Verstoß gegen das Reglement beteiligt waren.“

„Ich verstehe“, hatte ich geantwortet – erst einmal aus der reinen Annahme heraus, dass es mit dieser Wendung ähnlich wie bei den Menschen funktionierte.

„Wir sind hier drüben.“

„Oh, äh ...“ Ich hatte mich zu ihnen umgewandt. „Ich verstehe.“

„Un-D will sagen, dass du dasjenige bist, welches gegen das Reglement verstoßen hat.“ In A-Bers Stimme hatte etwas ungehalten ruhiges mitgeklungen. „Ich hatte zu beginn unserer Unterhaltung bereits erwähnt, dass dich eine Strafe erwartet.“

„Hä? – Ich meine: Wie bitte?“

„Du wirst uns Spaltlichter nie mehr wieder sehen, geschweige denn mit uns in Verbindung treten können.“

„Aber ich muss doch Old Lady wiederfinden“, hatte ich entrüstet widersprochen. „Wen-N will mir dabei helfen, wisst ihr? Und ich muss Old Lady sehr bald finden, weil sie nämlich in großer Gefahr schweben könnte. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sogar ein Drache etwas damit zu tun hat ... Stimmt etwas nicht?“

Nach wie vor war weder von Un-D noch von A-Ber nur die kleinste Form oder Kontur zu sehen gewesen. Trotzdem hinderte sie das, sofern es der Moment erforderte, offenkundig nicht daran, sich betreten und auch ziemlich ratlos anzusehen.

„Tyrrin.“ Ein schweres Seufzen war Un-D entwichen. „Es tut mir wahrlich leid, aber von uns wie auch von Wen-N oder von einem der anderen Spaltlichter wirst du keine Hilfe mehr bekommen. Nie mehr. – So sind die Regularien.“

„Damit bin ich nicht einverstanden.“

„Das tut nichts zur Sache“, hatte A-Ber unumwunden abgeblockt. „Strafe ist Strafe. – So sind die Regularien.“

„Aber du warst es doch, das gesagt hat, dass ich keine Strafe kriege?“ Ehrlich gesagt war ich mir derzeit noch immer nicht bewusst gewesen, was es mit so einer Strafe im Genauen auf sich hatte. Dennoch war ich keineswegs willens gewesen, diese Angelegenheit, so wie sie sich langsam aber unweigerlich angedroht hatte, in irgendeiner Form zu akzeptieren.

„Ach ja? – Habe ich das?“ Das freche unsichtbare Grinsen in A-Bers Stimme war nicht zu überhören gewesen. Ebenso Un-Ds – versehentlich – aufrichtiges Gebaren.

„Hast du das wirklich gesagt?!“

„Vielleicht eine Hypothese ...?“, hatte A-Ber hämisch vor sich hingenuschelt. „Was ich wohl damit gemeint habe ...?“

Was für ein eigenartiger Moment. Un-D verdattert und äußert ratlos. A-Ber verdächtig unbeteiligt und zugleich spöttisch auf etwas Bestimmtes lauernd. Ich nicht weniger verwirrt als Un-D und dennoch wütend, empört und händeringend um eine Antwort ringend. Eine Antwort, die – liebe Kätzlein und Katerchen, liebe Mädchen und Jungen – an diesem Tage nicht zum einzigen und nicht zum letzten Mal erst in meinem Kopf und wenig später direkt auf meiner Zunge gelegen hatte ...

„Ich bitte euch um einen Gefallen!“, war es jäh aus mir herausgebrochen. – Nicht, dass ich bereits begriffen hätte, was ich damit getan hatte und welche Konsequenzen dies für mein Handeln zukünftig noch haben würde. Trotzdem würde ich vorerst und eine weitere ganze Weile der festen Überzeugung, dass mich Lafenne vor gar nicht all zu langer Zeit in etwas unangefochten Nützlichem unterrichtet hatte. Dass eine eingeforderte Gefälligkeit unter Umständen jedoch eine viel kostspieligere Pflicht nach sich ziehen konnte, gelangte erst viel später – und mit dem Eintreten besagter Konsequenzen – in meinen Erfahrungsschatz.

„Gefallen für Gefallen?“, hatte A-Ber sogleich und ungebührlich laut gefragt. Auch ein bizarr verdrehtes Lachen hatte ich von ihm vernehmen können.

Mein Blick hatte sich auf Un-D gerichtet oder zumindest dorthin, wo seine Stimme zuletzt erklungen war und wo sich ein unsteter Farbton von unbunten Nichtfarben in die verschwommene Formlosigkeit des Spaltlichts zu mischen begonnen hatte. Ich konnte es nur vermuten, aber so musste es aussehen, wenn sich in einem Verstand mehrere Gefühle zu einer komplexen Empfindung zusammenfanden.

„A-Ber, es gibt Regularien. Die Regularien.“

„Un-D. – Genauso gibt es Sonderregularien. Die besonderen Regularien. Für besondere Gegebenheiten, die nicht so sind, wie sie sein sollten.“

„Es ist jung, zu jung.“

„Das ist unwichtig. Es will es so. Das siehst du doch“, hatte A-Ber ruhig entgegnet, um sich darauf nochmals an mich zu wenden. „Gefallen für Gefallen,Tyrrin? – Sei unbesorgt, den Gefallen dir gegenüber leisten Un-D und ich, sodass du nicht um dessen Erfüllung zu bangen brauchst.“

„Weshalb beziehst du mich mit ein?“, hatte sich Un-D mit einem Mal höchst überrascht geäußert.

„Eine Absicherung. – Wir beide sind es, die den Gefallen erweisen. Und wir sind es, die den Gefallen einfordern. Natürlich nur einen Gefallen, Tyrrin. Wir Spaltlichter sind neugierig, aber nicht maßlos.“

„Wenn das so ist ...“, hatte ich unentschlossen eingeworfen. „Gefallen für Gefallen?“

Beide Spaltlichter hatten erst einen Moment geschwiegen – A-Ber befürwortend, Un-D abwägend – und dann in der für ihre Wesenheit so typische Weise im Chor gesagt: „Gefallen für Gefallen.“


„Nein. – Nein, ich weiß wirklich, was Un-D und A-Ber in dir gesehen haben“, zeterte Ob-Gleich leise, während es sich vor N-Un, Wen-N und mir herbewegte. „Nein, ich weiß nicht einmal mehr, was mich an dir so derart faszinieren konnte, dass ich mich auf dieses verdächtig unschuldige Spielchen überhaupt eingelassen habe. Ich hoffe sehr – und allein zu ihrem Besten, dass sie es sich nochmal dringlichst überlegen. Es wäre besser so, besser für dich, besser für uns. Ja, und womöglich auch besser für Wen-N.“

Wen-N seufzte nur.

„Wer weiß, vielleicht geht es dir sogar gut dort, wo du – wenn N-Un sich denn endlich einmal zu einer Entscheidung durchgerungen hat – landen wirst?“ Ob-Gleich hielt einen Moment inne. „Da, dort ist sie. – Wir für unseren Teil sind jetzt jedenfalls am Ziel. Das ist die Briske, die Tyrrin in seine Heimatwelt zurückbringt.“

„Wer, ich?“, brummelte das unsolide Baumgewächs, kaum dass wir allesamt davor standen. „So viele? Und das auf einmal? – Oh, und nein! Das eine da von euch, es ist doch etwa nicht solide?!“

„Beruhige dich, Briske“, redete Ob-Gleich auf das Wesen ein. „Es ist nur der solide Tyrrin, dem du die Passage gewähren sollst.“

„Das macht es nicht besser!“

„Erinnerst du dich an den Pfad, den ich neulich erst durch dich gewählt habe?“, fuhr Ob-Gleich unbeirrt fort. „Er endet in einer soliden Welt.“

„Ach, du bist das“, meinte die Briske. „Neulich ... Ist das etwa schon so lange her? Mir kommt es vor, als wäre es soeben erst gewesen.“

„Demnach ist der Pfad derzeit beständig?“, erkundigte sich das Spaltlicht.

„Nun ...“ Die Briske machte einen nachdenklichen Eindruck und diverse Anstalten ihre unstet erscheinende Borke in wellenartigen Zügen rhythmisch zu bewegen. „Doch. Er ist noch da. Und auch das Ziel erscheint mir ausreichend vor dem Licht verborgen ... Oh ...“

„Was ist?“

„Ich glaube, das Ziel ist seit dem letzten Mal im Raum bewegt worden ... Holla! Wie sonderbar ...“

„Ist noch etwas?“, Ob-Gleichs Tonlage klang eher gelangweilt als besorgt.

„Das Ziel, es bewegt sich immer noch ... Und trotzdem scheint es ruhig genug zu sein, um ...“

„Wen-N du es öffnen kannst, dann öffne es.“

„Immer in der Hast, wie?“, beschwerte sich die Briske, lenkte aber sofort ein. „Schön, schön ... Ich mach ja schon.“

„Könntest du Wen-N zuerst hindurch lassen?“ Es war N-Un, dass sich plötzlich in die Unterhaltung einmischte.

„Was fällt dir ein?“, rief Ob-Gleich sofort erbost, „Nichts da! Du wirst es nicht hier und schon gar nicht in dieselbe ...“

„Diese Entscheidung triffst nicht du, Ob-Gleich“, gab N-Un liebenswert und ungerührt zurück. „Sie obliegt mir. Mein Auftrag. Meine Entscheidung. Meine Willkür. So sind die Regularien.“

Ob-Gleich knurrte und zischelte etwas in einer fremden Sprache, die ich nie zuvor vernommen hatte. Allerdings scherte es mich persönlich nicht besonders.

„Wen-N darf tatsächlich mit mir kommen?“, rief ich voller entzücken.

„Sofern dieses Wen-N nur eines von euch Lebeseelchen ist“, meinte die Briske, „habe ich nichts dagegen.“

„Nein, das ist ganz und gar nicht richtig“, raunte Ob-Gleich, „So war es nicht gedacht.“

„Das würde ich so nicht sagen“, widersprach N-Un, „Genauso könntest du sagen, dass es nicht nicht so gedacht war. – Das ist das Prinzip der Willkür.“

„Was machst du bloß mit unsereins, du fremdes, kleines Katzenwesen ...?“, hörte ich Ob-Gleich boshaft flüstern. Es hegte offenbar eine düstere Abneigung gegen mich, die in mir ein vages Unbehagen weckte. „Ich frage mich, ob du dir gewahr bist, was du tust. – Sollte es nicht so sein, rate ich dir, dir dessen schleunigst bewusst zu werden. Du kannst nie wissen, wessen Aufmerksamkeit du früher oder später auf dich ziehen wirst ...“

„Wen-N“, unterbrach N-Un Ob-Gleichs säuselnde Ermahnung, „Folge dem Pfad und gehe in der fremden Welt den Weg, den du für richtig erachtest. – Briske?“

„Ja?“, sagte die Briske während Wen-Ns menschenhafte Silhouette langsam vor einer ihrer knorrigen Wurzeln Position bezog.

„Briske“, sprach N-Un freundlich, bestimmt und sachlich, „Bitte sorge dafür, dass dieses Lebeseelchen niemals mehr in unsere Heimatwelt gelangt. – Es sei denn, wir holen es persönlich wieder zu uns zurück. Teile dies auch den anderen Brisken mit. Hast du verstanden?“

„Ich habe verstanden“, antwortete die Briske mit einem leichten Hauch von Mitgefühl. Dann durchfuhr das Baumgewächs ein rascher Ruck, sodass die Borke unruhig flackerte. – Anschließend war Wen-N verschwunden.

„Du bist an der Reihe, Tyrrin“, sagte N-Un, jetzt weniger Sachlich und beinahe vergnügt. „Meine Aufgabe ist beendet. Jetzt ist es an Ob-Gleich die seine zu erfüllen.“

Ich nickte – und mein Blick wanderte nicht wirklich frei von Argwohn zu der Briske.

„Briske, sei so gut und schicke Tyrrin an den soliden Ort, den ich zuletzt besucht habe“, brummte Ob-Gleich. „Tyrrin, du musst näher an die Briske heran.“

„Und sie will mich auch nicht sonst wo hin schicken?“, meinte ich skeptisch.

„Erzähl keinen Unsinn“, erwiderte Ob-Gleich, „Wenn du nah genug herangehst, wirst du genau da landen, wo du hingehörst. Und nun mach schon! – Briske, bring ihn hinüber ...“

„Wird gemacht, wertes ...“

Das war das Letzte, was ich in dieser unsteten, fremden Welt vernahm. Denn kaum hatte die Briske Ob-Gleich ihre Bestätigung erteilt, zitterte sie von der Wurzel bis ins schwarz beblätterte Geäst. Ein fester zerrender Sog kam auf. Ich verlor den dunstigen Boden unter meinen Pfoten – und .. Und stand plötzlich im Stockdunkeln auf solidem, festem Holz.

„Tyrrin“, hörte ich Wen-Ns leises und, wie mir schien, nun beinah wispergleiches Stimmchen sagen. Es hatte meinen Namen kaum ausgesprochen, da wusste ich, was in der Welt der Brisken und der Spaltlichter vollständig gefehlt hatte.

Wie schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr rauschte mir eine Wand der Gerüche und Aromen in meine Nase. Ich roch Holz – und eine strenge Nuance von ältlich abgestandenem Mief. Es roch nach Menschen. Und da, schlimmer noch! Dieser süßlich metallische Dunst schlich mir in meine Nase. Doch zu allem Überfluss wurde er auch noch von überlagert – ja – von einem beißend und übertrieben sauberen Geruch ...

Hammerschlagartig kam mir der vergangene Tag in meinen Sinn – das Geschehen im Zuge der sich haltlos überschlagenden die Ereignisse auf dieser Uhrenschau. Ich stellte fest, dass es viel zu sehr nach diesem einem Ort roch, an dem ich nie und nimmer noch ein weiteres Mal sein wollte.

Dann hörte ich auf einmal wieder Wen-Ns nur schwer vernehmbare und Ungutes befördernde Flüsterstimme. „Tyrrin“, sagte es, „Da ist jemand.“

Schon gewusst? ^_^

Den ersten Band des Tyrrin Hexenkater-Abenteuers "Dieses Hutmenschenkomplott" kannst du jetzt auch in der gedruckten Taschenbuchausgabe und als eBook lesen! ^o^

Kommentare